imm cologne

Wohnen. Einrichten. Leben.

19. - 25.01.2015

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Crane Hotel in Amsterdam – Designerlebnis mit GROHE

Haben Sie Lust, mal in einem Industriekran zu übernachten? Geht nicht? Geht doch – und zwar in Amsterdam! Das Faralda NDSM Crane Hotel ist ein alter Verladekran, der aufwändig umgebaut wurde und nun ein Designhotel beherbergt. Luxuriös ausgestattet, unter anderem mit GROHE Produkten, bieten die Suiten ein wirklich außergewöhnliches Hotelerlebnis.

Faralda NDSM Crane Hotel © Fotoburo Raphaël Drent

Faralda NDSM Crane Hotel © Fotoburo Raphaël Drent

Ein außergewöhnliches Stück Industriekultur, eine spektakuläre Aussicht, eine vor Kreativität strotzende Nachbarschaft: Das Faralda NDSM Crane Hotel in Amsterdam bietet ein unvergessliches Übernachtungserlebnis für alle, die es extravagant und exklusiv lieben. In der ehemaligen NDSM Schiffswerft steht der alte Verladekran, der seit Anfang des Jahres ein kleines Boutiquehotel beherbergt. Entwickelt hat das außergewöhnliche Projekt Edwin Kornmann Rudi. Er ließ über einen Zeitraum von rund zweieinhalb Jahren den imposanten Industriekran zerlegen, rundum sanieren und als Designhotel umgebaut an seinen Platz auf dem Werftgelände bringen. Dem Immobilienentwickler zur Seite standen das Büro von IAA Architecten sowie der Innenarchitekt Edward van Vliet.

Faralda NDSM Crane Hotel © Fotoburo Raphaël Drent

Faralda NDSM Crane Hotel © Fotoburo Raphaël Drent

Sie verwandelten das alte Führerhaus durch Einziehen einer Zwischendecke in eine Suite mit Wohn- und Schlafbereich auf zwei Ebenen und bauten je einen Container darunter und darüber mit zwei Suiten nach dem gleichen Vorbild ein. Zwei Panoramalifte bringen die Gäste in eines der drei ganz unterschiedlichen Reiche, die in Zusammenarbeit mit professionellen Industriepartnern ausgestattet wurden. In den Badezimmern der Luxussuiten sorgen GROHE Armaturen und Brausen für einzigartige Duscherlebnisse über den Dächern der Stadt. Ein Highlight ist zum Beispiel die Badewanne mit Panoramablick im oberen Schlafbereich der Mystique Suite. Die freistehende Allure Wannenarmatur von GROHE mit schwenkbarem Auslauf und integrierter Sena Handbrause verleiht der Wellness-Zone einen edlen Spa-Charakter. Auch in der unteren Etage sorgen Produkte von GROHE für ein komfortables Baderlebnis. So bietet das Faralda NDSM Crane Hotel ein luxuriöses und ästhetisch gestaltetes Gesamterlebnis für alle, die das Außergewöhnliche suchen.

Faralda NDSM Crane Hotel © Fotoburo Raphaël Drent

Faralda NDSM Crane Hotel © Fotoburo Raphaël Drent

http://www.grohe.com/de

Apps zum Einrichten

Die gesamte Wohnung neu gestalten und dabei nur den kleinen Finger krümmen: Mit Apps zum Einrichten ist das möglich. Smartphones und Tablets machen unseren Alltag immer wieder spannend, indem sie zugleich informieren und unterhalten. Auch die vier Apps, die wir heute präsentieren, sind für diese Funktionen perfekt geeignet. Sie können einfach zum Zeitvertreib abgespielt werden, zeigen aktuelle Trends und helfen beim Einrichten.

Mit der App „Home Design 3D Gold“ wird es fast kinderleicht, eine Wohnung einzurichten. Im 2D-Modus kann ein Grundriss gezeichnet werden, in dem über 800 Möbelstücke arrangiert werden können. Im 3D-Modus lassen sich dann auch noch Wand und Boden frei gestalten. Wer unschlüssig ist, wie ein bestimmtes Design an der gesamten Wand aussehen würde, der kann ein Foto hochladen und es als Tapete testen. Um möglichst authentisch zu erfahren, wie es sich in der Wohnung lebt, kann man sie mit einem Kompass ausrichten und den Sonnenverlauf beobachten.

© Home Design 3D Gold

© Home Design 3D Gold

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Neue Sichtweisen – Interview mit Winy Maas

Winy Maas ist einer der Geschäftsführer des weltweit tätigen Architektur- und Stadtplanungsbüros MVRDV, das 1993 von Maas, Jacob van Rijs und Nathalie de Vries in Rotterdam gegründet wurde. Der besondere Entwurfsansatz von MVRDV schlägt sich in Gebäuden aller Art, stadtplanerischen Entwürfen und Visionen sowie Publikationen, Installationen und Ausstellungen nieder. Im Interview spricht Winy Maas über die Umgestaltung des ehemaligen Serp & Molot-Betriebsgeländes in Moskau und die Bedeutung der Entwicklung neuer Typologien.

Winy Maas © Boudewijn Bollmann

Winy Maas © Boudewijn Bollmann

Herr Maas, MVRDV hat den Wettbewerb für die Umgestaltung des ehemaligen Serp & MolotBetriebsgeländes in Moskau in ein neues Stadtviertel gewonnen. Wie würden Sie die Aufgabe und das Konzept beschreiben?

Eine innerstädtische Fläche von 58 Hektar in ein lebendiges Stadtviertel für 19.000 Einwohner und 16.000 Berufstätige zu verwandeln, ist eine Mammutaufgabe. Mit unserem Konzept wollten wir die Vergangenheit respektieren und haben uns daher gegen ein „tabula rasa“ entschieden. Der Siegerentwurf von MVRDV baut auf der aktuellen Beschaffenheit und Identität des Ortes auf. Durch die Übernahme der typischen Werksstraßen, -gebäude und -gegenstände als Startpunkte erhält das Stadtviertel eine zusätzliche Ebene. Historische Strukturen, wie etwa große Schornsteine und Rohre, bleiben erhalten. Andere Strukturen werden in neue Gebäude integriert. Große Fabrikhallen werden durch Häuserblocks ersetzt, die jedoch den Formen der alten Fabrik folgen und durch grüne Innenhöfe ergänzt werden. Durch die Untersegmentierung der Häuserblocks in kleinere Einheiten und durch eine unterschiedliche Gebäudedichte differenziert der Entwurf das Gelände noch weiter. Die Erdgeschosse sind für öffentliche Einrichtungen und den Einzelhandel reserviert. So entsteht ein lebendiger, grüner, komplexer und sehr dichter Stadtentwurf, der dem ursprünglichen Charakter des Ortes treu bleibt. Ein bestehender  Werkstransportring wird instand gesetzt und in einen Park integriert, der das dreidimensionale Rückgrat des neuen Viertels bilden wird. Dieser öffentliche, städtische Raum steht für Spiel- und Sportplätze, Freiluftmärkte sowie Pavillons zur Verfügung. Schulen und Tagespflegeeinrichtungen sind ebenfalls an diesen Parkring angeschlossen. Auf dem Transportring kann ein Skywalk eingerichtet werden, auf dem man zwischen den Baumwipfeln flanieren und das umgebende Viertel überblicken kann. weiterlesen…

(So lebt die Welt in) Istanbul: Erwachende Schönheit am Bosporus Teil II

Where Fashion meets Design. Istanbul in die Reihe der Fashion-Metropolen New York, Paris und Mailand einzugliedern und international ein Bewusstsein für seine Kreationen zu erzeugen, ist das gleichermaßen erklärte Ziel türkischer Designer, Organisationen und Labels. Zwei, die es schon geschafft haben und auf den Laufstegen dieser Welt für Furore sorgen, sind Hakan Yıldırım und Ümit Ünal. Doch da das Geschäft mit der Mode oft nur eine Eintagsfliege sein kann, darf starker und kreativer Nachwuchs nicht fehlen. Hier hat es sich der türkische Textil- und Bekleidungsverband „ITKIB“ auf die Fahne geschrieben, junge Talente gezielt zu fördern, auf die Fashionwelt vorzubereiten und Brücken zu schlagen zu anderen Koryphäen seiner Branche. So entstanden schon Zusammenarbeiten zwischen dem Glamour-Label „Vakko“ und New Yorks Ausnahme-Designer Zac Posen, sowie „Tween“, einer Modelinie für junge Leute, und David Bradshaw. Doch auch Istanbuls Möbel-Designer brauchen sich nicht hinter ihren Entwürfen zu verstecken. Während das Studio des Architekten-Duos „autoban“ schon mehrmals internationale Design-Preise entgegennehmen durfte, stehen Vater Aziz und Sohn Derin Sarıyer von „Derin Design“ in nichts nach. Sie waren es, die mit ihrem futuristischen, aber schlichten Möbel-Konzept den coolen Hotspot „360 Istanbul“ ausgestattet haben. Und die Inneneinrichtung des In-Restaurants „Müzedechanga“ stammt direkt aus der spritzig-lässigen Feder der Architektin Seyhan Özdemir und des Innenarchitekten Sefer Cağlar von „autoban“. Basis für die erfolgreiche Arbeit des Architektenteams ist sein unumstößlicher Grundsatz, dass Design immer ein emotionales Element braucht, damit es gestalterische Kraft freisetzen kann. Diese Überzeugung wird nicht zuletzt dadurch in die Tat umgesetzt, dass sich in den Entwürfen von Seyhan Özdemir und Sefer Cağlar regionale Werkstoffe, einheimische Symbolik und türkische Handwerkskunst wiederfinden lassen. Weitere Inspiration holen sie sich aus der Natur und dem Alltag, die ihnen dabei helfen, ihren Objekten ein Eigenleben einzuhauchen.

Autoban

Spider Lamp von autoban (picture by smwright)

Istanbul? Istancool! Karaköy, nur einen Katzensprung vom Goldenen Horn entfernt, ist Istanbuls derzeit angesagtestes Stadtviertel. War es in längst vergessenen Zeiten noch ein blühender Hafen, wurden im eher schwierigeren 20. Jahrhundert prächtige, kommerzielle Gebäude in Werkstätten umgewandelt. Erst die Eröffnung der „Istanbul Modern Art Gallery“ in 2004 trat eine Welle der Renaissance los, die in den letzten Jahren mehr und mehr an Dynamik gewonnen hat. Heute findet man hier Baumärkte, Seite an Seite mit Restaurants, Boutiquen und Galerien – die Schaffung eines dynamischen Mix aus urbaner Grobheit und elegantem Flair. Genau an derselben Stelle haben im Jahr 2009 – man könnte sie fast schon Power-Pärchen nennen – Demet Müftüoğlu-Eşeli und Alphan Eşeli „Istanbul ’74“ gegründet, eine blühende, internationale Kunst- und Kulturplattform. Mit Sitz der Kunst-Galerie und des Büros in Karaköy, organisiert und veranstaltet „Istanbul ’74“ regelmäßig Weltklasse-Ausstellungen, Workshops und Festivals. Ein ganz besonders spannendes Beispiel bietet hier „Istancool“, das Istanbul International Festival of Culture, das seit 2010 jeden Mai mit einem abwechslungsreichen, bunten Kulturprogramm und namhaften Besuch in die türkische Metropole lockt. So tummelten sich unter den mitwirkenden Kulturschaffenden schon prominente Gäste wie Gore Vidal, Tilda Swinton und Zaha Hadid. Intention des Festivals ist es, Literatur, Musik, Kunst, Film und Mode zu verbinden und türkische sowie renommierte internationale Kulturschaffende und Künstler an einen Tisch zu bringen.

Starkes Gemeinschaftsgefühl

Randa Tukan, Director of Hospitality beim internationalen Architekturbüro HOK, spricht im Interview über Design-Konzepte in der arabischen Welt und Nachhaltigkeit als dauerhaftes Ziel.

Frau Tukan, HOK hat für den arabischen Raum bereits eine große Bandbreite an Projekten gestaltet. Der Masterplan für die Weltausstellung Expo 2020 in Dubai entstand unter der Federführung Ihres Büros, und die von Ihnen konzipierte Marina Mall befindet sich derzeit im Bau. Wie unterscheiden sich Lebens- und Architekturkonzepte im arabischen Raum von denen in den USA?

Besonders auffallend in der arabischen Kultur ist das starke Gemeinschaftsgefühl: Zwischenmenschliche Beziehungen nehmen eine zentrale Stellung ein. Soziale Interaktionen sind der Dreh- und Angelpunkt des täglichen Lebens. Demgegenüber steht in den USA ein kultureller Trend zu einem individualisierten, isolierten Leben. Diese gesellschaftlichen Trends spiegeln sich auch in der Architektur wider. Viele Einkaufszentren in Nordamerika werden von Online-Shopping und Einkaufsstraßen im Stadtzentrum abgelöst. Im Nahen Osten dagegen erleben Einkaufszentren eine rasante Entwicklung, weil sie nach wie vor Orte für eine interaktive Gemeinschaft mit Unterhaltungsangeboten und Veranstaltungen sind – sie bieten alles von Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und Unterhaltung bis hin zu Gesundheitsdienstleistungen, Freizeitangeboten oder Möglichkeiten zum Gebet. Diese von den traditionellen Suqs inspirierten Bürgerzentren stehen seit Jahrhunderten im kulturellen Mittelpunkt des Nahen Ostens.

Marina Mall, Doha, Qatar, in design © HOK

Marina Mall, Doha, Qatar, in design © HOK

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(So lebt die Welt in) Istanbul: Erwachende Schönheit am Bosporus – Teil I

Landeanflug auf Istanbul. Istanbul könnte man durchaus als vergessene Schönheit unter Europas Metropolen bezeichnen. Eine Metropole, die über lange Zeit den Dornröschenschlaf geschlafen hat, ist nun erwacht und erobert sich die Anerkennung zurück, die sie verdient. Befindet man sich im Landeanflug auf die einstige Kulturhauptstadt Europas, versammelt sich unter den Tragflächen der Flugzeuge alles, was in jeder guten Reiseliteratur über Istanbul zu finden ist. Zunächst eine Schleife über das Schwarze Meer und Asien. Dann auf der rechten Seite schon erkennbar, der Bosporus, der das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet. Direkt danach sind am Horizont die Prinzeninseln zu sehen, die sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen eine beliebte Attraktion sind. Nur wenige Augenblicke später schleicht sich schon die erste Bosporus-Brücke ins Bild, die den asiatischen mit dem europäischen Teil der Stadt in Verbindung bringt. Etwas später liegen einem der Dolmabahçe-Palast und das Inönü-Stadion zu Füßen. Und was dann kommt, brennt sich wahrscheinlich für immer ins Gedächtnis eines jeden Reisenden an Bord: Der Topkapı-Palast und der Große Basar, das Goldene Horn inklusive Galataturm und Galatabrücke, die Hagia Sofia und die Blaue Moschee – das gesamte Herz von Istanbul in einer Szenerie. Wahnsinn! Gleich setzt das Flugzeug auf, doch für einen kurzen Moment lässt sich noch ein Blick auf die im Hafen vom Marmarameer ankernden Schiffe und die typische Istanbuler Wohnviertelarchitektur erhaschen.

Das Goldene Horn

Das Goldene Horn

Stadt auf zwei Kontinenten. Istanbuls Memoiren sind fast genauso lang wie spannend. Unzählige Kulturen drückten der Millionenstadt am Bosporus ihren Stempel auf, ebenso wie unzählige Menschen, die über zweieinhalb Jahrtausende ihr Stadtbild geformt haben. Osmanische und türkische, griechische, römische und byzantinische Wurzeln haben sich in das Nordufer des Marmarameeres gegraben und als vielfarbig blühende Pflanzen wieder hervorgetan. Als einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt, zeigt sich Istanbul auch seinen Bewohnern und Touristen von zwei Seiten. Die Metropole, die früher Konstantinopel hieß, hat wie die buchstäblichen zwei Seiten einer Medaille eine traditionelle und auch eine moderne Komponente. So staunt man beim Besuch in der Altstadt über Bauten wie die ehemalige byzantinische Kirche Hagia Sophia oder den gigantischen Sultanpalast Topkapı, der jahrhundertelang als Wohn- und Regierungssitz der Sultane diente, um gleich danach im modernen, coolen Stadtteil Beyoğlu auf der Dachterrasse des Restaurant-Clubs „360 Istanbul“ einen Gin Tonic zu schlürfen. Hochkultur, ausgefallen erscheinende Basare und fortschrittliche Shoppingcenter liegen in dieser belebten Metropole eben nicht weit voneinander entfernt.

Hagia Sophia by Dennis Jarvis

Hagia Sophia by Dennis Jarvis

Alle Zeichen stehen auf Grün für die imm cologne 2015

Stylish, modern und inspirierend: Auch im kommenden Januar wird die imm cologne wieder zum Trendsetter der Möbel- und Einrichtungsbranche und damit „the place to be“ für Besucher aus aller Welt. Als erste Einrichtungsmesse im Jahr präsentiert sie die Wohntrends der kommenden Saison und begeistert mit Top-Ausstellern und Events.

Ein Highlight der Messe ist das Projekt „Das Haus – Interiors on Stage“. Dank der Simulation eines 240 Quadratmeter großen Wohnhauses, das jedes Jahr von berühmten Interior Designern eingerichtet wird, setzt die Messe neue Impulse in der Einrichtungswelt. Für 2015 konnte das einflussreiche Designer-Duo Lyndon Neri und Rossana Hu gewonnen werden, welches in ihren Arbeiten durch das Zusammenspiel westlichen Designs mit chinesischer Formvielfalt begeistert.

Renommierte Marken wie Vitra, Thonet, Walter Knoll, B&B Italia, Ligne Roset und De Sede sowie die prominenten Neuzugänge Fendi/Trussardi, Hülsta und Outdoor-Möbelhersteller Dedon versprechen hochkarätiges Design und jede Menge Inspiration für die Besucher. Bereits dieses Jahr konnte die imm cologne mit einem hohen Anteil internationaler Aussteller punkten, für 2015 erwartet die Messe hier nochmals eine Steigerung. „Mehr denn je wird die imm cologne damit zum Spiegelbild weltweiter Möbeltrends und lädt Einkäufer dazu ein, aus einer großen Bandbreite an Produkten unterschiedlichster Herkunftsländern und Einrichtungsstile zu wählen“, so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH.

vitra auf der imm cologne 2014

vitra auf der imm cologne 2014

Weitere Informationen finden Sie auf www.imm-cologne.de.

(So lebt die Welt in) Dubai: Ein Märchen aus Tausendundeiner Pracht – Teil 2

Dubai ist Design. Bis 2015 soll Dubai neuer Standort für die internationale Design-Szene werden. Im sogenannten „Dubai Design District befinden sich schon jetzt zehn Gebäude in den Startlöchern. Das Viertel soll zum Zentrum und wichtigstem Ort der Design-, Mode- und Luxusindustrien im Nahen und Mittleren Osten werden und lokale und regionale Designer gefördert werden. Neben Immobilien für Wohnraum, Handel, Gastgewerbe und Hotels entstehen dort eine attraktive Uferpromenade und ein Amphitheater. Kennzeichen sollen außerdem ausgeprägte öffentliche Plätze sowie ein einzigartiges Straßenmobiliar sein. Bereits etabliert haben sich die „Dubai Design Days“, eine Kunstmesse für kostbare, limitierte Design-Stücke, die heute wie Kunstwerke gehandelt werden und mit denen man die wohlhabende Kundschaft in der Region auf sich aufmerksam machen will. Bereits zum dritten Mal wurde in 34 Galerien aus 20 Ländern ein breit gefächertes Angebot an zeitgenössischem Design präsentiert, eine Mischung aus aktuellen Arbeiten, gemischt mit Crossover-Kompositionen zwischen Design und Kunst und klassischem Design des 20. Jahrhunderts. Galerien mit internationalem Renommee aus Mailand, London und Paris liefern sich hier einen Schlagabtausch und Galerien aus Dubai, Qatar und Kuwait eröffnen einen Einblick in die Designcommunity der arabischen Welt.

K wie Kultur. Immer wieder wurde Dubai nachgesagt, vor lauter populären Events zu wenig für die anspruchsvolleren kulturellen Bedürfnisse zu bieten. Die Stadt scheint sich diese Kritik zu Herzen genommen zu haben. Kultur wird in Dubai mittlerweile nicht nur mit großem K geschrieben, es ist außerdem auch noch fett markiert. „Downtown Dubai“, ein Stadviertel, welches sich in den letzten Jahren zu einem kulturellen Mittelpunkt entwickelt hat, dient da als bestes Beispiel. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen wurden dort mehrere Kunstskulpturen installiert und das neue Opernhaus dient nicht nur als Restaurant sondern auch als ganzheitliches Kulturzentrum. Und wenn man einmal genauer hinschaut, dann merkt man, dass in Dubai vor allem die Menschen selbst ein großes Stück Kultur ausmachen.

Downtown Dubai Downtown Dubai

Es gibt sie immer noch, die Sheikhs in weißen Roben und die Frauen mit ihren bodenlangen Gewändern, die reichlich mit bunten Fäden, Gold und Silber bestickt sind. Auch an der Gastfreundschaft, die zu den höchst geschätzten Tugenden der arabischen Welt gehört, hat sich zwischen futuristischen Wolkenkratzern aus Stahl und Glas nichts geändert. Das kulturelle Bewusstsein spiegelt sich auch bei den einheimischen Designern wider. So sagt zum Beispiel der Designer Khalid Safar, dass Design keine kulturellen Grenzen kennt und eine universelle Sprache der Ästhetik, Kraft und Funktion spricht. Was für ein Motto! Mit seinen Objekten und Möbeln hat er es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen eine Geschichte zu erzählen. Und wenn Geschichten erzählen nichts mit Kultur zu tun hat, dann müsste so manche Definition in den Lexika umgeschrieben werden.

(So lebt die Welt in) Dubai: Ein Märchen aus Tausendundeiner Pracht – Teil 1

Groß, größer, Dubai. Es war einmal eine Stadt am Fuße des Persischen Golfs, die den Grenzen des Möglichen eine ganz neue Bedeutung zukommen ließ. Nein, viel mehr noch: Sie kannte sie gar nicht erst. Die Rede ist von Dubai, Stadt der Superlative aus Tausendundeiner Pracht. Im Gegensatz zu den ähnlich lautenden morgenländischen Erzählungen handelt es sich hierbei aber nicht um ein Märchen, sondern um eine tatsächliche Begebenheit. In nur wenigen Jahrzehnten wurde die Millionenstadt wie von Geisterhand erbaut und noch heute sprießen dort Hochhäuser wie Pilze aus dem Boden. Wer der Hauptstadt des gleichnamigen Arabischen Emirates zum ersten Mal die Ehre erweist, der muss fast schon Angst haben, dass ihm die Augen aus dem Kopf fallen. Die Liste von Umschreibungen, wie man sich beim ersten Besuch dieser Metropole fühlt ist unzählig erweiterbar, in jedem Fall hat wohl jede einzelne mit Gänsehautfeeling zu tun. Die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate repräsentiert dabei vor allem eines: Luxus. Wer diese fünf Buchstaben in sein Navigationsgerät eingibt, wird definitiv auf schnellstem Wege nach Dubai geleitet. Gehen Sie nicht über Los, aber nehmen Sie den Überfluss mit. Kein Einkaufszentrum scheint zu groß, kein Gebäude zu hoch, kein Projekt zu ausgefallen, als dass es nicht hier verwirklicht werden könnte. So warten der höchste Turm der Welt und das bisher einzige Sieben-Sterne-Hotel weltweit immer noch auf Ihresgleichen.

Dubai Skyline by A VahanvatyDubai Skyline by A. Vahanvaty

F wie First Mover. Selbst eine Inselgruppe wird in Dubai nicht einfach nur künstlich angelegt, sie wird designed. Bei einem der größten Vorhaben der Gegenwart und der Zukunft zugleich werden im Rahmen von „The Palm“ zwei riesige, künstliche Inseln vor der Küste in das Meer gebaut, die jedwede Vorstellungskraft übersteigen. „Palm Jumeirah“ und „Palm Jebel Ali“, die auch Palmeninseln heißen, werden seit 2001 auf einer Fläche von 50 Quadratkilometern und entlang von 120 Kilometer langen Sonnenstränden in Form einer Palme angelegt. Ein Stamm, Palmenwedel und ein sie umgebender Sichelmond bieten aus der Vogelperspektive einen ganz besonderen Blick auf Dubai. Diese größten Inseln, die jemals von Menschen geschaffen wurden, sind so gigantisch, dass sie selbst aus dem All noch mit bloßem Auge zu erfassen sind.

The Palm by InspiredinDesMoinesThe Palm by InspiredinDesMoines

Doch Dubai wäre nicht Dubai, würde es sich nicht immer wieder selbst übertreffen: Ein jeder der eines Tages in die Vereinigten Arabischen Emirate reist, setzt es sich wahrscheinlich zum Ziel einmal das höchste Gebäude der Welt zu besichtigen. Mit einer Höhe von 828 Metern setzt sich der „Burj Khalifa“ in der Skyline Dubais deutlich von den anderen Gebäuden ab und ist mit seinen 189 Etagen über den Wolken ein eher einsamer Zeitgenosse. Dieser Turmbau zu Dubai ist der Gipfel des Größenwahns und bricht so manchen Weltrekord. Er besitzt nicht nur die höchste Aussichtsplattform, sondern auch das höchste Restaurant der Welt. Da ist es wahrscheinlich kaum noch erwähnenswert, dass man an zwei Goldautomaten im Burj Khalifa wie an einem Geldautomaten Goldbarren von bis zu einer Unze abholen kann. Kaum vorzustellen, dass sich hier, wo heute knapp zwei Millionen Menschen leben, bis vor wenigen Jahren noch kilometerlang ein karges Wüstengebiet erstreckte.

Burj Khalifa by karmadudeBurj Khalifa by karmadude

 

 

Chinesischer Entwurf auf der imm cologne 2015: „Das Haus“ als raffiniertes Design mit sinnlicher Ästhetik

imm cologne 2015 Das Haus

Bislang stand „Das Haus – Interiors on Stage“ unter dem Einfluss kreativer Ideen und spannender Elemente aus den Designzentren London, Italien und Dänemark. Auf der imm cologne 2015 wird die Installation nun die Grenzen der europäischen Designszene sprengen und im Glanze hochkarätiger Impulsgeber aus China erstrahlen. Denn als Guests of Honour wird eines der weltweit einflussreichsten Kreativteams die Messe besuchen und die Simulation des rund 240 Quadratmeter großen Wohnhauses gestalten: das Neri&Hu Design and Research Office, bestehend aus den chinesischen Architekten Lyndon Neri und Rossana Hu.

Neri&Hu gilt als das progressivste Architekturstudio Chinas und ist auch im Bereich des Interior Designs international erfolgreich. Das Architektenpaar gestaltet zudem Designobjekte wie Möbel und Accessoires, aus denen eine ganz eigene Ästhetik hervorgeht. Die Objekte kombinieren die Reduktion der chinesischen Formvielfalt mit westlichen Elementen und lassen Formen und Materialien sinnlich und raffiniert erscheinen. Trotz des östlich geprägten Flairs überzeugen die beiden Designer vor allem mit einer modernen Linie, die ganz im Sinne der imm cologne steht – zukunftsorientiert, praktikabel und authentisch.

Design als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit
Das Designer-Duo ist für sein Interesse an räumlichen Beziehungen bekannt und auch das spielt für „Das Haus“ eine große Rolle, denn hier sollen sowohl Möbel und Farben als auch Materialien und Beleuchtungen von den Designern umgesetzt werden. Dick Spierenburg ist Creative Director der imm cologne und schätzt den Erfahrungswert von Neri&Hu als ganzheitliche Gestalter sehr: „Wir haben mit Neri&Hu ein Architekten-Paar gefunden, das schon länger damit experimentiert, ihren Gebäuden mit selbst entworfenen Möbeln und Ausstattungselementen auch eine charakteristische innere Dimension zu geben.“

Zudem seien die urbanen Zentren Chinas derzeit eine wichtige Inspirationsquelle. Mit Neri&Hu können diese Impulse nach Deutschland geholt und im Rahmen einer internationalen Einrichtungsmesse präsentiert werden. Der Creative Director ist sicher, dass alle Seiten von der Ausstellung profitieren werden. „Mit „Das Haus“ können Neri&Hu ihre eigenen Erfahrungen frei weiterentwickeln und dabei neue Richtungen entdecken. Daraus kann sich etwas sehr Spannendes
entwickeln“, so Spierenburg.

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