Bereits im vergangenen Jahr hat die Poltrona Frau Group italienisches Design der Spitzenklasse auf der imm cologne präsentiert. Top-Design von Cassina und Cappellini ist auch im Jahr 2010 auf der imm cologne zu sehen. Sara Nosrati (Head of Brand Communications) stellt Ihnen die aktuellen Neuheiten vor, die auf dem Stand des Unternehmens in Halle 11.2 (H020 J029) gezeigt werden.
Konstantin Grcic (*1965) lernte Möbelschreiner an der John Makepeace School for Craftsmen in Dorset (1985 bis 1987), bevor er am Royal College of Art in London Möbeldesign studierte. Nach einem Jahr als Assistent bei Jasper Morrison gründete er 1991 das Büro „Konstantin Grcic Industrial Design“ in München.
In den 90er-Jahren begann sein Erfolg mit Wäschekörben und anderen Kunststoffartikeln für Authentics; es folgten Stil-Ikonen wie die Lampe Mayday für Flos (1999), das schwankende Regal Es für Nils Holger Moormann (1999), der Sessel Chaos für ClassiCon (2001) und das Sitzelement Osorom für Moroso (2002).
Der Stuhl chair_ONE aus Druckguss- Aluminium (Magis, 2004) war mit seinem konischen Betonfuß eigentlich für den öffentlichen Raum gedacht, verkaufte sich dann aber als skulpturale Gitterstruktur mit Sitzfunktion zig-tausendfach für den privaten Loft. Es folgte der Barstuhl Miura für Plank (2005).
Poltrona Frau Group bringt die internationale Eleganz der im Bereich der hochwertigen Einrichtungen weltweit führenden Unternehmensgruppe auf die Kölner Messe. Poltrona Frau, Cappellini und Alias präsentieren ihre Vorschläge in Köln erstmals gemeinsam mit einer gemeinsam angrenzend an den Stand von Cassina inszenierten Dekoration. Augenfällig ist die Fläche wie eine von einem Garten umgebene Lobby konzipiert. Die Außen- und Innenbereiche kommunizieren ohne Sichtbarrieren miteinander. Dauben aus dunkel lackiertem Eichenholz und Kokosteppiche für den Garten: Nur der unterschiedliche Bodenbelag macht den Übergang von einem Bereich zum anderen deutlich.
Bei dem Projekt für die Inszenierung für Poltrona Frau Group denkt Piero Lissoni an die Lounge eines Hotels, in der man sich setzt, sich unterhält und dabei womöglich eine Tasse Kaffee trinkt. Die Atmosphäre ist entspannt und auf den neutralen Grundfarbtönen fallen Spuren von gelb, grün und rot ins Auge.
Für die 1961 in Oviedo geborene Spanierin Patricia Urquiola sollte Design etwas vom Leben reflektieren – und das ist nun einmal komplex. Wie zum Trost sind Ihre Entwürfe aber auch ausgesprochen sinnesfreudig. Urquiola studierte Architektur in Madrid und Mailand und verfasste bei Achille Castiglioni ihre Examensarbeit.
Sechs Jahre arbeitete sie, zuletzt als Leiterin, in der Entwicklungsabteilung des Möbelherstellers de Padova. Von 1996 bis 1998 entwarf sie bei der Lissoni Associati Design Group für Alessi, Boffi, Cappellini, Cassina und Kartell.
2001 gründete sie in Mailand ihr eigenes Atelier „Studio Urquiola”. Ihre Kunden sind B&B Italia, Bosa, De Vecchi, Fasem, Molteni, Moroso, Driade und viele andere mehr. Sie befasst sich außerdem mit Ausstellungskonzepten, visionären Inszenierungen (Axor), Showroom- Gestaltungen und Architekturprojekten.
Konstantin Grcic gilt als der international bekannteste deutsche Designer der Gegenwart; als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Designer der Welt; ein Intellektueller mit Understatement. Im Rahmen eines Exklusiv-Interviews erfahren Sie mehr über den Topdesigner, seine Arbeit, deutsches Design und seine Verbundenheit mit der imm cologne.
Seit der Gründung seines Büros entwirft Konstantin Grcic Möbel, Leuchten und andere Produkte für Unternehmen wie Agape, Authentics, Cappellini, ClassiCon, Cassina, Driade, Flos, Iittala, Krups, Lamy, Magis, Merten, Muji, Montina, Moroso, Moormann, Plank, SCP, Whirlpool oder die Porzellan-Manufaktur Nymphenburg. Konstantin Grcic fühlt sich dem klassischen Industriedesign verpflichtet.
Schon einmal den Taschenrechner des iPhone benutzt? Designkenner fühlen sich von dessen Interface stark an die Klassiker der deutschen Elektrogeräte-Firma Braun erinnert. Womit nicht nur bewiesen wäre, dass es eine einflussreiche, spezifisch deutsche Designtradition gibt.
Das Beispiel zeigt auch, wie sich heute unterschiedliche Weltregionen und Produktdisziplinen gegenseitig beeinflussen. Ein idealer Ort, diese Entwicklung zu studieren und in das eigene Angebot zu integrieren, ist die imm cologne.
Unter der Submarke “imm pure” präsentieren vom 19. bis zum 25. Januar 2009 mehr als 200 Designfirmen aus aller Welt ihre gestalterischen Antworten auf eine immer vernetztere Welt. Insgesamt 30 272 Fachbesucher aus den Bereichen Objektgeschäft, Design, Interior Design und Architektur besuchten im letzten Jahr die Kölner Möbelmesse. Dafür, dass das Fachpublikum in Halle 11 im Januar 2009 ein inspirierendes und – im positiven Sinne – irritierendes Produktangebot vorfindet, sorgt auch in diesem Jahr ein Kuratorium. Weiterlesen…