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13. – 19.01.2014

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Ein Stoff für alle Fälle – Kunststoffdesign im 20. Jahrhundert: eine Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus

Handgelenkradio Toot-a-loop, 1968. (Foto: Wilhelm Wagenfeld Haus)

Handgelenkradio Toot-a-loop, 1968. (Foto: Wilhelm Wagenfeld Haus)

Kunststoff – ein Stoff für alle Fälle? Dieser Frage geht eine Ausstellung des Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen vom 6. Mai bis 3. Oktober 2011 nach. Denn wir benutzen Kunststoff in vielen Ausprägungen täglich und in allen Lebenslagen, beruflich und privat, beim Sport und im Verkehr.

Er kann durchsichtig sein oder in allen Farben schillernd, spröde oder biegsam, flockig oder elastisch – er hat keine eigene Form, und trotz seiner Allgegenwärtigkeit wissen wir recht wenig über seine Eigenschaften. Wenn uns jemand fragt, aus welchem Material der neue Sessel, das Radio, die Küchenmaschine etc. denn sei, sagen wir: aus Plastik.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entstehen zunehmend neue Materialien, ohne die unser industrieller Fortschritt nicht möglich gewesen wäre. Ob Bakelit oder Resopal, Plexiglas oder Nylon gewählt wurde – schon früh haben die nahezu unerschöpflichen, sich bis heute ständig erweiternden Möglichkeiten dieser vielfältigen Materialien die Gestalter unserer Alltagskultur herausgefordert und ihnen ungeahnte Freiräume eröffnet.

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Wilhelm Wagenfeld-Ausstellung in Bremen: Retrospektive zum 110. Geburtstag

Bauhausleuchte, Metallversion, Wilhelm Wagenfeld, 1924, Reedition: Tecnolumen, Bremen, seit 1980, © Wilhelm Wagenfeld Stiftung, Foto Joachim Fliegner, Bremen.

Bauhausleuchte, Metallversion, Wilhelm Wagenfeld, 1924, Reedition: Tecnolumen, Bremen, seit 1980, © Wilhelm Wagenfeld Stiftung, Foto Joachim Fliegner, Bremen.

Die Wilhelm-Wagenfeld-Stifung in Bremen ehrt den Industriedesigner zum 110. Geburtstag mit einer großen Jubiläumsausstellung vom 16.04.2010 bis 12.09.2010 im Wilhelm-Wagenfeld-Haus. Wagenfeld wurde unter anderem wegen der Bauhaus-Leuchte oder durch die taillierten Salz- und Pfefferstreuer Max und Moritz bekannt.

Erstmalig können die Besucher der Jubiläumsausstellung das in seiner einzigartigen Qualität und Vielfalt beeindruckende Werk des bedeutendsten deutschen Industriedesigners Wilhelm Wagenfeld in all seinen Facetten erleben: von der ersten Skizze bis zur ausgefeilten Werbung und Verpackung. Denn für das Jubiläum des in Bremen geborenen Gestalters hat die Wilhelm Wagenfeld Stiftung ihre in den vergangenen 15 Jahren bedeutend gewachsene Sammlung von Originalen und Dokumenten für die Besucher ganz neu aufbereitet und öffnet nun die Tore für die breite interessierte Öffentlichkeit.

In Wagenfelds Arbeit stand nie „seine” Entwurfsidee, sondern immer der Nutzen für den späteren Käufer im Mittelpunkt. Und sie haben es ihm gedankt: nur so konnten seine Serien für die Industrie ihre überragende Langlebigkeit erreichen.

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Professor Stefan Heiliger: „Die Moderne lässt offensichtlich zu wenig Emotionalität zu.“

prof_heiligerStefan Heiliger, geboren 1941 in Berlin, studierte an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und bei Wilhelm Wagenfeld in Stuttgart. Von 1964 bis 1977 arbeitete er als Designer bei Mercedes-Benz. Einer der wichtigsten Entwürfe aus Heiligers Autophase ist der Mercedes-Kastenwagen 207 D, der millionenfach gebaut wurde.

Das Frankfurter Museum für Angewandte Kunst zeigte im Jahre 2007 in einer Retrospektive vor allem die bekannten Relax-Möbel des Designers aus der Zeit nach seiner Tätigkeit als Automobildesigner. Als Professor an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und als Inhaber eines Designstudios spezialisierte sich Stefan Heiliger auf das Entwerfen von Möbeln.

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